Kirche A-Z

An wen in Marburg kann ich mich wenden, wenn ich Informationen über meine Ahnen erhalten möchte?

Bei Zeiträumen von vor über 20 Jahren wenden Sie sich am besten direkt an das Landeskirchliche Archiv in Kassel. Bei Zeiträumen von vor unter 20 Jahren kann Ihnen eventuell auch ihr örtliches Pfarramt helfen.

Sie möchten ein Beratungsgespräch, brauchen geistlichen Beistand oder Hilfe in einer schwierigen Situation?

Folgende Einrichtungen des Diakonischen Werkes Oberhessen (DWO) könnten für Sie in Frage kommen:

  • Zentrale für Diakonische Dienste (Marburg, Kirchhain, Stadtallendorf)
  • Sucht- und Drogenberatungsstelle (Marburg, Stadtallendorf)
  • Psychologische Beratungsstelle / Erziehungsberatungsstelle Philippshaus (Marburg)
  • Schwangeren- und Schwangerenkonfliktberatungsstelle (Marburg)

 

Nähere Informationen zu den Beratungen und Hilfen finden Sie im Internet über das Diakonische Werk Oberhessen.

Für seelsorgerische Gespräche und Besuchswünsche wenden Sie sich bitte an den Pfarrer oder die Pfarrerin ihrer Gemeinde (Im Stadtgebiert bieten wir die Gemeindezugehörigkeitssuche anhand des Wohnortes)
Falls Sie im Universitätsklinikum Marburg sind oder dort erkrankte Angehörige bzw. Freunde haben, so können Sie sich an die dortige Klinikseelsorge wenden.
In Krisensituationen kann Ihnen auch der Kriseninterventionsdienst Marburg-Biedenkopf helfen. Nähere Informationen dazu finden Sie im Bereich Seelsorge.

Wo kann ich eine Bescheinigung als Taufpate bekommen?

Den Tauf-Patenschein bekommen Sie kostenlos bei ihrem zuständigen Gemeindepfarramt.

Wo bekomme ich eine Bescheinigung über die Betreuungskosten für mein Kind, dass eine Kindertagesstätte des Evangelischen Stadtkirchenkreises Marburg besucht?

Siehe Bereich Kindertagesstätten.

Wer entscheidet, wie ein verstorbener Angehöriger bestattet wird?

Oft äußern Menschen Wünsche hinsichtlich ihrer Beerdigung. Diese Wünsche sollten nach Möglichkeit auch respektiert werden. Wenn die Bestattungsform im Testament erwähnt ist, müssen Sie sich als Angehörige daran halten. Wenn keine Wünsche geäußert wurden, entscheiden die nächsten Verwandten.

 

Welche Bestattungsarten gibt es?

Die Erdbestattung ist hierzulande am weitesten verbreitet. Daneben gibt es die Feuerbestattung und anschließende Beisetzung der Asche in einer Urne. Hier kann es wegen der Auslastung der Krematorien längere Wartezeiten bis zur Verbrennung geben. Die Seebestattung bezeichnet die Einäscherung eines Verstorbenen mit anschließender Beisetzung seiner Asche in einer Urne im Meer. Die anonyme Bestattung ist eine Erd- oder Feuerbestattung mit anschließender Beisetzung auf einem Gemeinschaftsfeld. Dabei werden weder Platz noch Zeitpunkt der Beisetzung bekanntgegeben.

 

Kann jemand, der nicht in der Kirche war, kirchlich beerdigt werden?

Die kirchliche Bestattung ist im Grundsatz den Mitgliedern der Kirche vorbehalten. Wer sich durch Kirchenaustritt bewusst von der kirchlichen Gemeinschaft getrennt hat, kann nur in bestimmten Ausnahmefällen kirchlich bestattet werden, zum Beispiel wenn er die Absicht des Wiedereintritts bekundet hat, aber durch den Tod daran gehindert wurde. Sprechen Sie darüber mit Ihrer Pfarrerin oder Ihrem Pfarrer! Wenn eine kirchliche Bestattung nicht möglich ist, kann auch ein freier Redner eine Trauerfeier durchführen; die Kosten tragen Sie selbst. Angehörige, die Trost suchen, können sich selbstverständlich an ihre Kirchengemeinde wenden.

 

Kann jemand, der Selbstmord begangen hat, kirchlich bestattet werden?

Ja, ein Selbstmord ist kein Hinderungsgrund mehr für eine kirchliche Bestattung.

 

Gibt es eine ökumenische Bestattung?

Nein. Eine Bestattung erfolgt in der Regel in der eigenen Konfession. In Ausnahmefällen kann jedoch ein Amtsträger einer anderen Konfession in der Trauerfeier mitwirken. Dies muss mit dem zuständigen Pfarramt abgesprochen sein.

 

Was ist eine Aussegnung?

Nach der alten Tradition wurde von dem Verstorbenen im Haus Abschied genommen. In vielen Dörfern gibt es diese Tradition der Aussegnung des Verstorbenen im Wohnhaus noch immer. Fragen Sie in Ihrer Gemeinde um Rat, und äußern Sie Ihre Wünsche.

 

Habe ich Gelegenheit, von dem Verstorbenen Abschied zu nehmen?

Immer mehr Friedhofsverwaltungen und Bestattungsunternehmen bieten Abschiedsräume an, in denen die Verstorbenen aufgebahrt werden. Dort können Angehörige ungestört bei ihren Verstorbenen sein und gegebenenfalls eine Totenwache halten.

 

Können totgeborene Babys bestattet werden?

Nach den gesetzlichen Bestimmungen ist ein totgeborenes Kind unter 500 Gramm Gewicht eine Fehlgeburt. Eine Verordnung sieht vor, dass Kinder erst ab 500 Gramm Gewicht ordentlich bestattet werden können. Auf manchen Friedhöfen – zum Beispiel auf dem Kasseler Hauptfriedhof – gibt es aber ein Gräberfeld für tote Frühgeborene, um den Eltern einen würdevollen Abschied von ihrem Kind zu ermöglichen.

 

Kann ich auf einem Friedhof meiner Wahl bestattet werden?

Das hängt von den örtlichen Friedhofsordnungen ab, ob Sie eine Bestattung Auswärtiger zulässt.

 

Kann ich mich auch im Wald bestatten lassen?

Eine „naturnahe Art der Bestattung“ soll der so genannte Friedwald ermöglichen. Die Asche des Verstorbenen wird dabei außerhalb normaler Friedhöfe an der Wurzel eines Baumes eingebracht. Dieses (nicht-kirchliche) Angebot gibt es seit kurzem auch im auch nordhessischen Reinhardswald.

 

Womit bepflanzt man ein Grab, und welches Grabmal wählt man aus?

Das ist eine Frage des persönlichen Geschmacks, der finanziellen Möglichkeiten und der jeweiligen Friedhofsordnung. Zur Information veranstalten zum Beispiel die Kasseler und die Hanauer Friedhofsverwaltungen gemeinsam mit Friedhofsgärtnern und Steinmetzen an jedem dritten Wochenende im September einen „Tag des Friedhofs“.

 

Was kostet eine Beerdigung?

Neben den Kosten für Sarg, Grab, Kränze und eventuellen weiteren Leistungen eines Bestatters können noch Gebühren für die Nutzung der Friedhofskapelle, die Inanspruchnahme des Organisten sowie für das Läuten hinzukommen. Findet die Trauerfeier in der Kirche statt, ist dies meist kostenlos.

 

Muss bei einer Trauerfeier gesungen werden?

Natürlich kann man auf Lieder bei der Trauerfeier verzichten. Aber bedenken Sie, der Gesang kann hilfreich sein und Ihnen in Ihrem Schmerz Trost spenden. Auch wenn Sie selbst nicht singen wollen oder können, gibt es meist Menschen im Trauergottesdienst, die mitsingen. Eine Alternative ist, neben dem Gesang ein oder zwei Instrumentalstücke spielen zu lassen, wenn sich Musiker dafür finden.

 

Welche kirchliche Trauerbegleitung kann ich erwarten?

Pfarrer melden sich nach einem Todesfall in der Regel telefonisch und besuchen die Hinterbliebenen zu Hause, um Zuwendung und Beileid zu signalisieren. Der Trauerbesuch dient vor allem der Seelsorge an den Angehörigen und der Vorbereitung der Trauerfeier.

An wen kann ich mich wenden, wenn ich mich für ein Freiwilliges Soziales Jahr oder dem Bundesfreiwilligendienst im Raum Mittel- und Nordhessen interessiere?

Im Bereich der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck können Sie sich an das Zentrum für Freiwilligen-, Friedens- und Zivildienst wenden:

Lessingstraße 13
34119 Kassel
Telefon: (0561) 10 99 150
Telefax: (0561) 10 99 168

Web: www.ekkw.de/zffz

Zu welcher Evangelischen Gemeinde in Marburg gehöre ich meinem Wohnort nach?

Mitglied ist man in der Regel in der Kirchengemeinde, wo man wohnt. Für das Stadtgebiet können Sie unser Suchformular nutzen. Beachten Sie beim Ergebnis bitte, dass manchmal auch die Hausnummer eine Rolle spielt!

Wo kann ich Informationen über die Evangelischen Kindertagesstätten im Kirchenkreis Marburg erhalten?

Im Kirchenkreisamt liegen für Sie Flyer mit Informationen zu den Kitas, der Kinderkrippe und dem Kinderhort aus. Auch in vielen Kirchen und Pfarrämtern bzw. Gemeindebüros erhalten Sie nähere Informationen. Im Stadtgebiet hilt Ihnen das Internetportal des Gesamtverbandes weiter.

Wo erhalte ich eine Bescheinigung über die Betreuungskosten für das Finanzamt? An wen kann ich mit Abrechungsfragen wenden?

Wenn Sie als Eltern mit Kindern in einer der Kindertageseinrichtungen Fragen zu Abbuchungen und Rechnungen haben, können Sie über Mitarbeiter SKA/Kindertageseinrichtungen die entsprechenden Sachbearbeiterinnen kontaktieren.

Mitglied werden

Wir freuen uns über jeden, der sich entscheidet, Mitglied der Evangelischen Kirche zur werden. Auskunft erteilt Ihnen hierzu gerne Ihr örtliches Pfarramt.

Und wenn Sie im Stadtgebiet nicht wissen, zu welcher Kirchengemeinde Sie gehören, so hilft Ihnen die Gemeindezugehörigkeitssuche des Gesamtverbandes.

Es ist auch ganz einfach, nach einem Kirchenaustritt wieder Mitglied in der Evangelischen Kirche zu werden. Sie können auch zur Kirchenwiedereinstrittsstelle der Elisabethkirchengemeinde gegenüber der Elisabethkirche gehen. Sie ist während der Öffnungszeiten telefonisch unter (06421) 65 497 erreichbar.

Öffungszeiten:
Di 13:30 – 15:00 Uhr
Mi 10:00 – 12:00 Uhr
Do 16:30 – 18:00 Uhr

 

Wie kann ich in die evangelische Kirche (wieder)eintreten?

Wenden Sie sich einfach an Ihr örtliches Pfarramt oder gehen zur Kirchenwiedereinstrittsstelle gegenüber der Elisabethkirche. Weitere Infos dazu finden Sie unter Beratungsstellen/Kircheneintritt.

 

Zehn gute Gründe, in der Kirche zu sein:

  1. In Seelsorge und Beratung der Kirche wird der ganze Mensch ernst genommen und angenommen.
  2. Die Kirche bewahrt die Zusage Gottes, uns Menschen zu lieben.
  3. In der Kirche wird die menschliche Sehnsucht nach Segen gehört und beantwortet.
  4. In der Kirche treten Menschen mit Gebeten und Gottesdiensten für andere ein. Sie tun das auch stellvertretend für die Gesellschaft.
  5. Die Kirche begleitet Menschen von der Geburt bis zum Tod.
  6. Die Kirche ist ein Ort der Ruhe und Besinnung. Unsere Gesellschaft ist gut beraten, wenn sie solche Orte pflegt.
  7. Die kirchlichen Sonn- und Feiertage mit ihren Themen, ihrer Musik und ihrer Atmosphäre prägen das Jahr. Die Kirche setzt sich dafür ein, diese Tage zu erhalten.
  8. In Krankenhäusern und anderen sozialen Einrichtungen der Kirche schaffen viele haupt- und ehrenamtlich Engagierte ein besonderes, menschliches Klima.
  9. Wer die Kirche unterstützt, übt Solidarität mit den Schwachen und Benachteiligten.
  10. Kirchliche Musik und Kunst sind bis heute prägende Kräfte unserer Kultur.

Was ist das Ziel des Konfirmandenunterrichtes vor der Konfirmation?

Der Konfirmandenunterricht bereitet die jungen Menschen auf die Konfirmation vor. Dabei geht es nicht um Leistungen. Vielmehr stehen Fragen über den Sinn des Lebens, über das Erwachsenwerden und den christlichen Glauben im Mittelpunkt. Die Jugendlichen debattieren miteinander und entdecken zusammen, was für ihr Leben wichtig ist.

 

Müssen die Eltern der Konfirmanden Mitglieder einer christlichen Kirche sein?

Nein. Die Eltern müssen keiner christlichen Kirche angehören.

 

Müssen die Jugendlichen vor der Konfirmation getauft sein?

Ja. Die Taufe ist eine wichtige Voraussetzung für die Konfirmation. Mit ihrem «Ja» bei der Konfirmation bestätigen die jungen Menschen die Taufe. Die Taufe kann auch während der Unterrichtszeit oder im Konfirmationsgottesdienst erfolgen.

 

Welche Rechte erhalten die Jugendlichen bei der Konfirmation?

Nach der Konfirmation dürfen evangelische Christen ein Patenamt übernehmen. Die Konfirmation ist auch eine Voraussetzung für das kirchliche Wahlrecht und die Übernahme kirchlicher Ehrenämter.

 

Können auch Erwachsene konfirmiert werden?

Ja. Getaufte Mitglieder der Kirche können nach einer entsprechenden Vorbereitungszeit konfirmiert werden. Diese wird mit der zuständigen Kirchengemeinde vereinbart. Bei der Taufe eines Erwachsenen ist die Konfirmation allerdings nicht mehr notwendig, weil der Akt der Taufe und das mit der Konfirmation verbundene Glaubensbekenntnis zusammenfallen.

 

Müssen Konfirmanden regelmäßig in die Kirche gehen?

In der Regel wird erwartet, dass die Jugendlichen den Gottesdienst am Sonntagvormittag besuchen. Auch die Eltern der Konfirmanden sind dazu eingeladen.

 

Was soll mein Kind zur Konfirmation anziehen?

Die Kleidung sollte den festlichen Charakter des Tages unterstreichen. Es gibt allerdings örtlich und traditionell gebundene Unterschiede. Die Kleiderfrage sollten Eltern und Kinder gemeinsam klären oder beim Elternabend mit dem Gemeindepfarrer besprechen.

 

Für welchen Zweck ist die Kollekte im Konfirmationsgottesdienst bestimmt?

In allen Konfirmationsgottesdiensten in Kurhessen-Waldeck geht die Kollekte an den Verein «Ausbildungshilfe – Christian Education Fund», ein Hilfswerk der Landeskirche. Jungen Menschen in zehn Entwicklungsländern wird durch die Unterstützung des Vereins geholfen, die Schule zu besuchen, einen Beruf zu erlernen oder ein Studium zu absolvieren.
(Weitere Informationen: www.ausbildungshilfe.de)

 

Was schenkt man den Jugendlichen zur Konfirmation?

Eine alte Tradition ist es, Konfirmanden eine Bibel oder ein Gesangbuch zur Konfirmation zu schenken. Vielfach wird heute Bargeld zur Konfirmation verschenkt, damit sich die Jugendlichen später einen Herzenswunsch erfüllen können.

Jeder Mensch kann unvermutet in eine Lebens- oder Glaubenskrise geraten. Oft ist es schon eine große Hilfe, sich bei einem Außenstehenden aussprechen zu können, der zur Verschwiegenheit verpflichtet ist. Unsere Seelsorgeangebote wollen Sie in Ihrem Leben begleiten, wenn es schwierig wird und konkrete Hilfe und Beratung bieten. Wenden Sie sich hierzu an Ihr örtliches Pfarramt. Im Stadtgebiert hilft die Gemeindezugehörigkeitssuche.

Viele Gemeinden bieten auch Besuchsdienste an.

Im Notfall können Sie sich auch an folgende Einrichtungen wenden:

  • Kriseninterventionsdienst (KID – Marburg-Biedenkopf) unter Telefon: +49 (0)700 / KID MR BID (543 67 243), 12ct./min
  • TelefonSeelsorge unter 0800 – 11 10 111 (rund um die Uhr, gebührenfrei, vertraulich und anonym).
  • Als Angehörige oder Freund eines Patienten im Universitätsklinikum auf den Lahnbergen in Marburg oder in Gießen können Sie sich an die örtliche Klinikseelsorge wenden.

Was bedeutet die Taufe?

Mit der Taufe wird ein Mensch Kind Gottes und gehört zur Gemeinschaft der Christen. Gleichzeitig wird er mit der Taufe in eine bestimmte Kirche und Konfession aufgenommen.

 

In welchem Alter sollte ein Kind getauft werden?

Meistens werden die Kinder im ersten Lebensjahr getauft. Aber auch eine spätere Taufe ist möglich, wenn das Kind schon bewusst wahrnimmt, was geschieht.

 

Was spricht für eine Kindertaufe?

Die Taufe soll als Geschenk Gottes verstanden werden. Gott spricht schon den kleinen Kindern seine Liebe zu, ohne Vorbedingungen. Eltern und Paten haben die Aufgabe, die Kinder christlich zu erziehen und sie zum Christsein zu ermutigen.

 

Was ist eine Nottaufe?

Wenn ein Kind bei der Geburt sehr krank ist und zu sterben droht, wird eine Nottaufe vorgenommen. Diese Taufe kann jeder Christ und jede Christin ausführen.

 

Kann mein Kind konfirmiert werden, ohne getauft zu sein?

Nein. Um konfirmiert zu werden, muss Ihr Kind getauft sein. Das geschieht meist kurz vor der Konfirmation.

 

Kann mein Kind zum Konfirmandenunterricht gehen, ohne getauft zu sein?

Ja. Ihr Kind nimmt an der Konfirmandenstunde teil und wird meist kurz vor der Konfirmation getauft.

 

Muss ich mich wieder taufen lassen, wenn ich die Konfession wechsle oder wieder eintrete?

In Deutschland erkennen die in der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) zusammengeschlossenen Kirchen die Taufe gegenseitig an. Die Taufe ist einmalig und wird auch beim Übertritt in eine andere Konfession oder beim Wiedereintritt nicht wiederholt.

 

Wer sorgt für den Schmuck in der Kirche?

Oft sind die Kirchen mit Blumen geschmückt. Wenn Sie besonderen Schmuck wünschen, rufen Sie das zuständige Pfarramt an. In den meisten Fällen ist dies möglich.

 

Dürfen wir während des Gottesdienstes fotografieren oder filmen?

Ob und unter welchen Bedingungen fotografiert und gefilmt werden darf, darüber entscheidet der örtliche Kirchenvorstand. Das Herumlaufen in der Kirche und das Fotografieren mit Blitzgeräten kann leicht als Störung empfunden werden. Erinnerungsfotos können jedoch nach dem Gottesdienst in der Kirche gemacht werden. Auch das Fotografieren während des Einzugs oder beim Verlassen der Kirche ist relativ unproblematisch.

 

Wie soll der Täufling gekleidet sein?

So bequem und dabei so festlich wie möglich. In vielen Familien gibt es Taufkleider, die von Generation zu Generation weiter gegeben werden. Das ist eine schöne Tradition.

 

Können wir selbst bestimmen, wofür im Taufgottesdienst gesammelt wird?

Nein, denn die Sammlungszwecke werden langfristig von der Landeskirche und dem örtlichen Kirchenvorstand festgelegt.

 

Was kostet die Taufe?

Grundsätzlich werden für die Taufe keine Gebühren erhoben.

 

Wer kann Pate oder Patin werden?

Alle evangelischen Christinnen und Christen, die konfirmiert und mindestens 14 Jahre alt sind, können Taufpate werden. Auch Angehörige von Mitgliedskirchen der «Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen» und Mitglieder anderer Kirchen und christlicher Gemeinschaften können das Patenamt übernehmen. Dabei darf deren Taufverständnis nicht dem unserer Kirche widersprechen, und der zukünftige Pate oder die Patin hat eine der Konfirmation entsprechende Glaubensunterweisung erhalten (s. Download rechts: Punkt 4, Spiegelstriche 1 + 2).
Wer nicht Mitglied einer christlichen Kirche ist, kann nicht Pate oder Patin werden.

 

Kann ich jemanden vom Patenamt entbinden?

Nein, aber eine Niederlegung des Patenamtes ist auf Wunsch des Paten möglich. Sie erfordert eine schriftliche oder persönliche Erklärung des Paten gegenüber dem Pfarramt. Auch ein späterer Eintritt in das Patenamt ist möglich. Er ist förmlich beim Taufpfarramt zu beantragen und soll im Gottesdienst oder in Anwesenheit von zwei Kirchenvorstandsmitgliedern vollzogen werden.

 

Wann endet das Patenamt?

Mit der Religionsmündigkeit bzw. Konfirmation kann das Patenamt als erfüllt gelten. In vielen Fällen entsteht jedoch aus dem Patenamt eine lebenslange persönliche Verbindung.

 

Kann ich mein Kind in einen kirchlichen Kindergarten schicken, wenn es nicht getauft ist?

Ja. Konfessionell gebundene Kindergärten nehmen auch ungetaufte Kinder auf. Sie als Eltern müssen aber damit einverstanden sein, dass Ihr Kind christliche Glaubensinhalte kennen lernt.

 

Gibt es eine ökumenische Taufe?

Mit der Taufe wird man immer in eine konkrete Gemeinde, Konfession und Kirche aufgenommen. Allerdings begründet die Taufe auch die Zugehörigkeit zur einen weltweiten Kirche Jesu Christi. Deshalb erkennen die in der ACK zusammengeschlossenen Kirchen die Taufe gegenseitig an.

 

Wir möchten unser Kind taufen lassen. Können wir gleichzeitig kirchlich heiraten?

Das können Sie. Es gibt die Möglichkeit, Taufe und Trauung in einem Gottesdienst zu feiern. Sprechen Sie darüber mit Ihrer Pfarrerin oder Ihrem Pfarrer!

Können wir kirchlich «getraut» werden?

Paare, die in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft leben, können öffentlich in einem Gottesdienst gesegnet werden – dazu muss eine der beiden Personen evangelisch sein. Eine kirchliche «Trauung» setzt die Eheschließung von Mann und Frau voraus. Wie bei der Trauung feiern wir den Gottesdienst anlässlich einer Segnung mit Gottes Wort, Gebet und Segen. Unsere Landeskirche hat dafür besonders schöne und geeignete Texte zusammengestellt. Gestaltungsfragen und die Auswahl der Texte können Sie gern mit Ihrem Pfarrer oder Ihrer Pfarrerin besprechen.

 

Wann können wir eine kirchliche Segnung feiern?

Rechtliche Vorbedingung für die Feier der Segnung ist die eingetragene Partnerschaft. Wenn Sie sich für eine kirchliche Segnungsfeier entschieden haben, sollten Sie mit der Pfarrerin oder dem Pfarrer den Termin klären.

 

Welche Pfarrerin oder welcher Pfarrer kann den Segnungsgottesdienst leiten?

Zunächst ist die Pfarrerin oder der Pfarrer Ihrer Wohnortgemeinde für die Segnungsfeier zuständig. Es ist aber möglich, dass Sie sich von einer anderen Pfarrerin oder einem anderen Pfarrer segnen lassen. Ein Pfarrer oder eine Pfarrerin, der/die die Segnung aufgrund der eigenen Überzeugung nicht vornehmen will, stellt im Rahmen der kirchlichen Ordnung ein Dimissoriale aus, so dass ein anderer Pfarrer oder eine andere Pfarrerin den Gottesdienst gestaltet. Einzelheiten dazu klären Sie bitte mit dem Pfarramt vor Ort.

 

Können wir uns die Kirche selbst aussuchen, in der wir gesegnet werden wollen?

Grundsätzlich sind Sie in jeder evangelischen Kirche willkommen, Ihre Segnung zu feiern. Auch hier gilt, dass Sie zunächst bitte Ihre Wohnortkirchengemeinde verständigen und sich gegebenenfalls dort die entsprechende Bescheinigung ausstellen lassen («Dimissoriale»), wenn der Gottesdienst in einer anderen Kirche stattfinden soll.

 

Was kostet eine kirchliche Segnung?

Die kirchliche Segnung ist für jedes Mitglied der evangelischen Kirche kostenlos. Lediglich die Auslagen für Orgel- oder Küsterdienste werden in manchen Gemeinden erhoben. Höhere Kosten können anfallen, wenn Sie besondere Wünsche etwa für die musikalische Gestaltung haben.

 

Was ist, wenn ein Partner oder eine Partnerin nicht evangelisch ist?

Eine kirchliche Segnung ist in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck auch dann möglich, wenn nur eine/r von beiden Mitglied der evangelischen Kirche ist.

 

Muss die Segnung in einer Kirche stattfinden?

In der Regel finden Segnungen in einer Kirche statt. Sie ist der Ort, an dem Christinnen und Christen sich zum Gottesdienst versammeln, beten, singen und sich austauschen. Menschen fühlen sich an kaum einem Ort Gott so eng verbunden wie in der Kirche. Falls Sie an einem anderen Ort gesegnet werden wollen, sprechen Sie mit Ihrer Pfarrerin oder Ihrem Pfarrer.

 

Können wir Tag und Uhrzeit der kirchlichen Segnung frei wählen?

Tag und Uhrzeit des Segnungsgottesdienstes stimmen Sie mit Ihrer Pfarrerin oder Ihrem Pfarrer ab. Lediglich in der Karwoche, am Ewigkeitssonntag und in der Woche des Buß- und Bettags können keine kirchlichen Segnungsgottesdienste stattfinden.

 

Wie läuft ein Vorbereitungsgespräch ab?

In einem vorbereitenden Gespräch lernen sich Pfarrerin oder Pfarrer und das Paar kennen. Sie werden über Inhalt und Gestaltung der kirchlichen Feier sprechen, den Ablauf kennenlernen und die Möglichkeiten, wie Verwandte und Freunde sich aktiv beteiligen können. Auch Ihre Musikwünsche sind Thema des Gesprächs. Außerdem gibt es unterschiedliche örtliche Gebräuche beim Blumenschmuck in der Kirche und in der Frage, inwieweit im Gottesdienst fotografiert werden kann.

 

Welche Dokumente werden gebraucht?

Sie benötigen eine Bescheinigung der eingetragenen Partnerschaft vom Standesamt und ggf. eine Bescheinigung, dass Ihre Kirchengemeinde über die Segnung informiert ist (siehe oben: «Dimissoriale»).

 

Wie verläuft der Gottesdienst?

Für den Verlauf eines Segnungsgottesdienstes gibt es eine Handreichung mit Liedvorschlägen und Texten, die die besondere Situation angemessen und festlich gestalten. Wie in jedem Gottesdienst wird auch in einem Segnungsgottesdienst gebetet, gesungen, aus der Bibel gelesen und gepredigt. Die Partner oder Partnerinnen können sich vor der Gemeinde ein besonderes Versprechen geben und Ringe oder ein anderes Zeichen der Zusammengehörigkeit tauschen. Danach werden Sie gesegnet. Die Einzelheiten des Gottesdienstablaufs werden Sie im Vorgespräch mit dem Pfarrer oder der Pfarrerin absprechen können.

 

Können Angehörige oder Freunde im Segnungsgottesdienst mitwirken?

Ja, und das ist auch besonders schön. Sie können zum Beispiel Lesungen oder Gebete übernehmen oder an der musikalischen Gestaltung mitwirken.

 

Können wir uns ein besonderes Wort zur Segnung selbst wählen?

Ja, Sie können sich einen Vers aus der Bibel auswählen. In der Regel wird der Pfarrer oder die Pfarrerin darüber predigen.

 

Wer sorgt für den Schmuck der Kirche?

Die Kirche ist wie für jeden Gottesdienst mit Blumen geschmückt. Wenn Sie besonderen Schmuck wünschen, sprechen Sie mit dem zuständigen Pfarramt und erkundigen Sie sich, wer dafür zuständig ist.

 

Dürfen Blumen gestreut werden?

Das hängt von den Gepflogenheiten und Möglichkeiten der Kirche ab, in der Sie getraut werden wollen. Oft hängt es auch von der Beschaffenheit der Fußböden ab, ob Blumen gestreut werden dürfen oder nicht.

 

Dürfen wir während des Gottesdienstes fotografieren oder filmen?

In den meisten Gemeinden ist dies möglich. Wir empfehlen eine Person darum bitten, um unnötige Unruhe im Gottesdienst zu vermeiden. Ob und von wo aus gefilmt und fotografiert werden kann, erfahren Sie von Ihrem Pfarrer oder Ihrer Pfarrerin.

 

Wofür soll die Geldsammlung am Ende des Gottesdienstes verwendet werden?

In der Regel ist die Kollekte am Ausgang des Gottesdienstes für die Arbeit der Kirchengemeinde bestimmt, in der Sie den Gottesdienst feiern. Wollen Sie die Kollekte einem anderen kirchlichen und diakonischen Zweck widmen, erkundigen Sie sich bitte vorher im Pfarramt darüber.

Der Umweltbeauftagter des Kirchenkreises Marburg, Thomas Arndt, bietet hier einen ökofairen Einkaufsratgeber mit Energiesparhinweisen zum Herunterladen an, wie einen PDF-Flyer zum Umweltgerechter Blumenschmuck für Altar und Kirche.